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Der Beagle
Der “Gute-Laune-Hund“ Geschichte Die erste, zugegebenermaßen etwas umstrittene, Erwähnung des Namens Beagle findet sich in der Literatur bereits im späten 15.Jahrhundert. Es werden immer wieder über die Jahrhunderte Beagle in Büchern erwähnt oder beschrieben, die Berichte häufen sich aber erst im frühen 19.Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen auch die sogenannten „Zwerg-, oder Elisabeth-Beagle“ die deutlich kleiner waren, als der heutige Standard beschreibt. Vielfach wird selbst heute noch, fälschlicherweise, in Hundebüchern erwähnt, es gäbe den Beagle in zwei Größen. Das Erscheinungsbild wie wir es kennen, entwickelte sich Mitte des 19.Jahrhunderts mit den Meuten in Großbritannien. Dort nahmen dann auch die eindeutigen Rassebeschreibungen Formen an, die es uns erlauben, den Beagle in seiner heutigen bekannten Erscheinungsform wiederzuerkennen. In Deutschland traten vor 1972 (der Gründung des Beagle Club Deutschland) nur vereinzelt Beagle auf. Ab 1972 entwickelte sich die Rasse stetig und es werden zur Zeit etwa 600 Welpen pro Jahr in das Zuchtbuch des Vereins eingetragen. Seine Verwendung Der Beagle gehört zur Gruppe der sogenannten „Hounds“, dies sind Hunde die auf der Spur jagen, beim Beagle die Hasenspur. Das Traditionelle Einsatzgebiet des Beagle ist die Meutejagd. Dort laufen sie in mehr oder weniger großen Gruppen und verfolgen die Spur des Hasen „laut“. Der sogenannte Spurlaut ist ein bellähnliches Geräusch, daß den Meutegenossen anzeigt, „ich bin noch auf der Spur“. Diese Meutejagd wird in Großbritannien noch heute gepflegt, in Deutschland aber schon seit dem zweiten Weltkrieg verboten. Bei uns wird der Beagle, der eine hervorragende Nase besitzt, vornehmlich auf der Schweißfährte eingesetzt. Es gibt zudem Beagle die auch als Vollgebrauchshund ausgebildet werden und im täglichen Jagdbetrieb arbeiten.
Erscheinung Der Beagle ist stets guter Laune und zu allem Blödsinn aufgelegt. Seine wesentliche Bestimmung ist die Jagd auf der Hasenspur. Er ist ein selbstsicherer Hund mit viel Vitalität und von ausgeglichenem Wesen. Aggression ist ihm unbekannt und absolut nicht erwünscht. Er hat einen kräftigen, kompakten Körper mit starken Knochen. Seine Größe beträgt zwischen 33 cm und 40 cm Schulterhöhe. Er hat einen ausdrucksstarken Kopf mit mäßig langem Fang, dunklem Auge und Hängeohren. Der freundliche, sanfte Ausdruck macht viel von seiner Attraktivität aus. Er besitzt einen eleganten Hals, der es ihm erlaubt ermüdungsfrei der Spur zu folgen. Sein Brustkorb ist gut gerundet und reicht bis unter die Ellenbogen herab. Seine Lende ist kräftig und straff. Seine Rute trägt er immer aufrecht, die Spitze ist immer weiß. Er hat kurzes dichtes Fell. Es sind alle Hound Farben erlaubt. Im Straßenbild sehen wir vorwiegend den dreifarbigen (schwarz/ braun/weiß) oder zweifarbigen (braun/weiß), wobei das braun vom fast gelben „lemon“ bis zum dunklen rotbraun „red“ reicht. Haltung Der Beagle ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse, der ständig gute Laune verbreitet. Er ist absolut frei von Aggression und daher als Familienhund ideal. Der Beagle fühlt sich in der Familie wie in einer Meute. Durch seine angenehme Größe und das kurze Fell ist er im Haus gut zu halten. Eine Zwingerhaltung ist für den sehr geselligen Beagle undenkbar! Der Beagle ist sehr wachsam aber sicher kein Wachhund, da ihm die Schärfe fehlt. Er würde den Einbrecher laut ankündigen, in der Regel aber auch freundlich begrüßen ist er erst einmal im Haus. Der Beagle ist aber nicht nur ein idealer Familienhund, sondern, wie schon zuvor beschrieben, ein reinrassiger Jagdhund. Dies sollte niemand vergessen, der sich für die Rasse interessiert. Neben seinem ausgeprägten Jagdtrieb ist er ausgesprochen stur. Er braucht eine konsequente Erziehung, die nicht mit Härte zu verwechseln ist, eben nur konsequent. Nein heißt nein und nicht vielleicht! Eine weitere Eigenschaft ist seine ausgesprochene Verfressenheit. Der Beagle hat immer Hunger und wird nie satt. Bei Spaziergängen kann oft der Eindruck entstehen man ginge mit einem „lebenden Staubsauger“ spazieren. Jeder Beagle ist eine eigene Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Er ist keine auf den Rudelführer bezogene „Marionette“, sondern ein eigenständiger Charakter. Nicht umsonst wurde für die Figur des „Snoopy“ ein Beagle gewählt. Dies macht den Beagle für den einen zum Traumhund, für den anderen zum sturen Dummkopf. Der Beagle läßt sich gut ausbilden, was viele nicht glauben wollen. Sei es für seine ursprüngliche Verwendung als Jagdgebrauchshund oder für den stark kommenden Breitensport. Die Verwendung als Jagdgebrauchshund ist in Deutschland leider noch nicht so bekannt. Hier finden die anderen klassischen Rassen immer noch mehr Verwendung. Ich hoffe, in den nächsten Jahren wird der Beagle auch beim Deutschen Jäger etwas bekannter. Seine Nasenleistung hat bei Prüfungen schon manchen, die Rasse nicht kennenden, Prüfer erstaunt. Ein so agiler, kraftvoller Hund wie der Beagle ist aber auch für alle Breitensportarten wie Agility, Turnierhundesport usw. bestens geeignet. Der Beagle braucht eine Aufgabe und viel Bewegung, ein ideales Betätigungsfeld auch für den Besitzer! Wo wir auch schon beim Auslauf wären. Es ist nicht ausreichend dem Beagle einen Garten zu bieten. Es sollten schon 1 1/2 bis 2 Stunden zügiger Spaziergang am Tag sein. Der erwachsene Beagle kann oder sollte sogar im flüssigen Trab am Fahrrad laufen. Sie werden überrascht sein welche Ausdauer ein Beagle hat. Er gehört nicht umsonst zu der Gruppe der Laufhunde! Züchtung Seit den ersten Zuchtbucheintragungen von 1972 hat der Beagle eine stetige Entwicklung durchgemacht. Die Zucht wurde sorgfältig aufgebaut und seit dem mit viel Verantwortung betrieben. Der Beagle wird immer sehr nah am Standard gezüchtet. Dieser beschreibt ihn als Gebrauchshund. Es wurden nie übertriebene Schönheitsideale in die Rasse hereingezüchtet, deshalb ist er auch heute noch so vital und gesund. Auf Ausstellungen wird der Beagle nicht nach seiner „Schönheit“, sondern nach gebrauchstüchtigem Gebäude und Gangwerk beurteilt. Denn nur ein Beagle mit gutem Knochenbau, bester Bemuskelung, ermüdungsfreiem Gangwerk und ausgeglichenem Wesen kann auch ein schöner Hund sein! In den siebziger Jahren beherrschten die Importe aus dem Mutterland der Rasse die Ausstellungsszene. Es gab wenige Züchter die planmäßig eine Zuchtlinie aufbauten, dies kam erst Anfang der achtziger Jahre. Eine deutliche Verbesserung der Rasse kam ende der achtziger Jahre mit Einkreuzung von Dänischen Beagles durch verschiedene Züchter. In Dänemark wurden sehr gezielt amerikanische und englische Blutlinien verbunden und es entstand ein hervorragender Typ. Diesen Vorsprung machten sich einige wenige Züchter in Deutschland zum Vorteil und nahmen Fahrten nach Dänemark auf sich um den Typ nach Deutschland zu holen. Sei es um mit eigenen Hündinnen zum Decken zu fahren oder gezielt Beagle zu importieren. Diesen Züchtern ist in Deutschland eine wesentliche Verbesserung der Rasse zu verdanken. Nicht vergessen wollen wir aber auch die Züchter, die immer wieder, teils hervorragende, Hunde aus England importierten. Inzwischen sind die Beagle in Deutschland international konkurrenzfähig. Die Beagleszene ist sehr international geworden, so findet ein regelmäßiger Blutaustausch zwischen den „Beagle-Ländern“ Dänemark, Finnland, Schweden, Niederlande, Schweiz, USA, Südafrika und Deutschland statt. Leider ist der Austausch mit der britischen Insel immer noch eine Einbahnstraße. Trotzdem versuchen die englischen Züchter gezielt Hunde, trotz großer Schwierigkeiten, zu importieren. Wir können also sagen, die Beagle-Familie ist sehr international. Club Der Beagle Club Deutschland ist als einziger Vertreter der Rasse im VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) angeschlossen. Seit 1972 lenkt der Verein die Zucht des Beagle. Der Verein legt besonderen Wert auf die qualitätsvolle Aufzucht der Welpen. So muß ein Züchter bevor er züchten darf folgende Kriterien erfüllen: Es müssen die örtlichen Gegebenheiten so sein, daß eine vernünftige Aufzucht der Welpen gewährleistet ist. Der Züchter muß die entsprechende Zeit mitbringen. Es wird vom Züchter eine schriftliche Prüfung verlangt um seine Qualifikation nachzuweisen. Dies wird von einem Zuchtwart des Vereins entsprechend kontrolliert. Wenn ein Züchter einen Wurf Welpen hat, kommt der Zuchtwart in der Regel noch zweimal, bevor die Welpen aus dem Haus gehen. Jeder Welpenkäufer erhält dann mit der Ahnentafel, dem Impfausweis auch noch den sogenannten Wurfabnahmebericht des Zuchtwartes. Auf diesem als Urkunde anzusehenden Bericht erhält der Welpenbesitzer eine genaue Beschreibung des gesamten Wurfes und des Muttertieres. Es ist für den Beagle Club selbstverständlich, daß alle zur Zucht eingesetzten Hunde erst auf HD (Hüftgelenksdysplasie) untersucht werden. Dies stellt zwar in der Rasse kein Problem dar, es wird aber aus Verantwortung seit 1972 untersucht. Die Zuchteignung des Beagle vom Exterieur und Wesen, wird entweder auf Zuchtschauen oder einer Ankörung von speziell ausgebildeten Zuchtrichtern geprüft. Kauf Wenn Sie sich ernsthaft für einen Beagle interessieren, sollten Sie entweder die Welpenliste des Vereins anfordern oder sich auf Zuchtschauen direkt mit einem Züchter unterhalten. Sie müssen sich jedoch auf eine kleine Wartezeit einstellen, da in Deutschland immer etwas weniger gezüchtet wird als der tatsächliche Bedarf ist. Dies garantiert den Züchtern eine gute Auswahl an geeigneten Welpeninteressenten. Das schlechteste was Sie machen können ist sich zu einem Hundehändler zu begeben. Die Mehrzahl dieser „Hobbyzüchter“ sind kommerzielle Händler die nicht auf Qualität, sondern auf Quantität setzen. Dies kann der Rasse nur schaden. Fragen Sie deshalb immer ob der Beagle Ahnentafeln vom Beagle Club Deutschland hat. Die Ahnentafel ist nicht nur ein Stück Papier, sondern für Sie die Garantie, daß der Welpe aus kontrollierter Aufzucht und bestmöglich geprüften Elterntieren stammt. Ein seriöser Züchter hängt sehr an seinem, mit viel Liebe und noch mehr Arbeit aufgezogenen Welpen. Deshalb wundern Sie sich nicht, wenn er möglichst viel von Ihnen wissen will. Der Züchter möchte nur feststellen ob seine Welpen es auch bei Ihnen gut haben. Aus diesem Grund werden Sie auch immer ein Vorkaufsrecht im Kaufvertrag finden. Dies garantiert dem Züchter, stets zu wissen und zu entscheiden, wo seine Beagle untergebracht sind. Der Kaufpreis für einen Welpen beträgt in Deutschland 1600,- 1800,- DM. Sie sehen anhand des kurzen Porträts, der Beagle ist kein einfacher Hund. Bemerkenswert jedoch ist, wer einmal den Beagle mit all seinen Vor- und Nachteilen kennengelernt hat, für den gilt: Einmal Beagle, nur noch Beagle. Andreas Derscheid |
Andreas Derscheid
Grunenburg 3, D-42659 Solingen
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Sweet Connection Beagles
updated Septemberr 2007

